Ressourcen

Praxiswissen: Struktur, Prozesse, Finanzsteuerung.

Diese Seite dient als Wissensbasis und unterstützt Ihre interne Umsetzung. Viele Unternehmen scheitern nicht am „Was“, sondern am „Wie“. Genau dort setzen wir an.

1) Operating Model – die Kernlogik

Ein Operating Model beschreibt, wie ein Unternehmen Wert liefert: Entscheidungswege, Rollen, Governance, Rituale und Messgrößen.

  • People: Rollen, Verantwortlichkeiten, Fähigkeiten
  • Process: End-to-End Abläufe, Standards, Schnittstellen
  • Technology: Tooling, Daten, Automationspotenzial
  • Governance: Entscheidungsregeln, Gremien, Cadence
  • Performance: KPIs, Ziele, Konsequenzen

Best Practice: Starten Sie mit einer Entscheidungsmatrix. Wenn klar ist, wer wofür zuständig ist, folgen Prozesse und Tools deutlich schneller.

2) KPI-Framework – „actionable“ statt dekorativ

Gute KPIs besitzen drei Eigenschaften: (1) eindeutige Definition, (2) Owner, (3) Handlungslogik. Ein KPI ohne Konsequenz ist nur eine Zahl.

ElementBeispiel
DefinitionFormel, Datenquelle, Aktualisierung
OwnerRolle, die Änderungen veranlasst
SchwellenGrün/Gelb/Rot inkl. Maßnahmen
CadenceWeekly/Monthly Review

Hinweis: Für Finance-nahe KPIs achten wir besonders auf Datenqualität und Konsistenz (Single Source of Truth).

3) Prozesslandkarte – vom „Wer macht was?“ zum End-to-End

Prozessoptimierung funktioniert, wenn Sie sich konsequent am Kundenwert orientieren. Eine Prozesslandkarte ist die Grundlage für Standardisierung und Automatisierung.

Schritt 1

End-to-End Prozess identifizieren (z. B. Order-to-Cash).

Schritt 2

Schnittstellen definieren: Inputs, Outputs, Verantwortliche.

Schritt 3

Messen: Durchlaufzeit, Fehlerquote, Kosten je Fall.

Wenn die Landkarte steht, priorisieren wir Verbesserungen nach Impact und Umsetzbarkeit – nicht nach Bauchgefühl.

4) Reporting – weniger Seiten, mehr Entscheidungen

Ein gutes Management-Reporting beantwortet drei Fragen:

  • Wo stehen wir (Ist) vs. Plan/Ziel?
  • Warum weichen wir ab (Treiber)?
  • Was tun wir jetzt (Maßnahmen + Owner + Termin)?

Unser Standard: 1 Executive Summary + 1 KPI-Seite + Treiberanalyse. Rest nur bei Bedarf.

5) Governance – Rituale, die nicht nerven

Governance ist nicht „mehr Meetings“, sondern eine klare Entscheidungscadence. Beispiele:

  • Weekly: KPI Review, Risiken, Blocker
  • Monthly: Forecast/Plan, Prioritäten, Ressourcen
  • Quarterly: Strategie-Review, Org-Anpassungen

Wichtig: Jede Sitzung hat ein definiertes Ziel, klare Inputs und Abnahmekriterien.

Checkliste: Sind Sie „strukturreif“?

Wenn Sie 5 oder mehr Punkte mit „Ja“ beantworten, lohnt sich in der Regel ein strukturierter Sprint.

  • Entscheidungen dauern länger als früher.
  • Rollen/Verantwortlichkeiten sind nicht eindeutig.
  • Reporting existiert, aber niemand handelt danach.
  • Es gibt viele parallele Initiativen ohne Portfolio-Logik.
  • Prozessübergaben funktionieren nur über persönliche Beziehungen.
  • „Wichtige“ Themen werden ständig verschoben.
  • Wachstum führt zu steigender Komplexität statt zu Skaleneffekten.
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